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Schweiz


Schweiz


     Die Schweiz ist und bleibt eine Festung gegenüber den Bestrebungen der EU in der Schweiz zu intervenieren. Das Bankgeheimnis, das die Eidgenossen im Sommer 2004 erfolgreich gegenüber der Europäische Union verteidigt haben, und die Nummernkonten sind nicht die einzigen Trümpfe der Schweiz, um Steuerflüchtlinge dorthin locken. Die Schweizer Banken sind besonders findig, wenn es darum geht, immer neue Modelle für Geldanlagen zu entwickeln.
     Anleger, die die Strategie zur Mehrung ihres Vermögens lieber Experten überlassen, erteilen ihrer Bank einfach einen Vermögensverwaltungsauftrag – und streichen die Zinsen oder Dividenden ein. Die traditionell diskrete Bankkultur der Schweiz sorgt seit Jahren für einen immer stärkeren Zulauf von Anlegern, die kein Interesse daran haben, dass die Finanzbehörden alle Einzelheiten über ihre Vermögensverhältnisse und Transaktionen kennen.
    Vorsicht ist allerdings geboten, denn das verfassungsrechtlich verankerte Bankgeheimnis gilt nicht unbeschränkt. Besteht der Verdacht auf kriminelle Aktivitäten – Terrorismus, organisiertes Verbrechen, Geldwäsche und eben auch Steuerbetrug – wird es aufgehoben. Bei Steuerhinterziehung bleibt es hingegen intakt. Anonym kann heute allerdings keiner mehr in der Schweiz ein Konto oder Depot eröffnen. In jedem Fall muss der Kunde identifiziert und gegebenenfalls auch der wirtschaftlich Berechtigte festgestellt werden. Demnach sind die Namen der Inhaber von Nummerkonten bekannt – wenn auch nur den Bankmitarbeitern. Und die werden nach wie vor eisern schweigen.


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