Luxemburg
Luxemburg gilt als Klassiker und „alte Dame“ unter den Steueroasen. Gerade für reiche Deutsche und Österreicher war und ist dieses Land immer noch ein beliebtes Steuerschlupfloch. Allerdings mittlerweile keine ganz ungefährliche Steueroase mehr. Das Großherzogtum genießt als Finanzplatz international hohes Ansehen. 170 Banken hat der Ministaat, das verwaltete Vermögen der über 9000 dort registrierten Fonds liegt bei sagenhaften 1,05 Billionen Euro.
Anders als in der Schweiz wird in Luxemburg auch ein weniger vermögendes Klientel bedient. Bereits ab 125 000 Euro gibt es lohnende Anlagemöglichkeiten. Wer sein Geld in das Großherzogtum verschiebt, kann sich ausserdem sicher sein, dass ihn dort das gesetzlich verankerte und strafrechtlich geschützte Bankgeheimnis wirksam deckt.
Doch wer dort in der Vergangenheit Schwarzgeld geparkt hatte, könnte mittlerweile Probleme bekommen. Neuerdings helfen nämlich die Finanzbehörden von Luxemburg den deutschen Steuerfahndern wie auch der europäischen Steuerbehörde bei deren Kampf gegen Steuerhinterziehung. Das bestehende Rechtshilfeabkommen wird konsequent umgesetzt und bringt einige Anleger, die sich und ihr Geld in Sicherheit wähnten, zu Fall. Wer also in Zukunft vorhat, sein Schwarzgeld wieder rein zu waschen, sollte um Luxemburg einen Bogen machen.
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